kosmischer Auspuff

exhibition
Kunstarkaden München

Ausgehend von täglich zu beobachtenden absurden Situationen, in denen einzig und allein nach ökonomisch errechneten Werten Dinge weggeworfen und entsorgt, outgesourced und optimized werden, stellen wir uns die Frage „wie geht es mit uns weiter?“ Was ist Nachhaltigkeit heute überhaupt? Wie lange hält ein Material durch bis es sich selbst auflöst? Mit was sollen wir bauen?

Ausserdem die Fragen: Für wen bauen wir? Wer baut mit? Wo bauen wir? Müssen wir überhaupt bauen? Und wo lassen wir Raum für Ungeplantes?

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Alle reden über Nachhaltigkeit und post-oil-Szenarien – wir bauen eine haptisch-emotionale Situation zum Durchwandern. Ein Spaziergang durch Gegenwart, Zukunft und Hoffnung. Thematische Schlagworte sind Überproduktion, post-oil, extraterrestrisches Leben und natürlich die Frage nach dem Paradies.

In der Ausstellung entstehen mehrere Situationen und Installationen, die es einem immer ganz knapp nicht ermöglichen etwas „zu sehen“ (= in die Zukunft zu schauen), die nicht eindeutig sind, aber emotional wirken sollen. Entweder sie bleiben bloße Verheißung und sind Ausdruck unserer eigenen Unsicherheit, oder sie erzeugen für einen kurzen Moment den Film (mit dazugehörigem Soundtrack) unserer emotionalen Verfassung.

Grundsätzlich gilt – wir arbeiten mit dem Bestand: Lüftungsrohre, Wände, Böden, Fenster und Türen etc. werden angezapft, modifiziert, erweitert; architektonische Elemente und Ansichten verändert und missbraucht …

12-01_kosmischer_auspuff-3 12-01_kosmischer_auspuff-4 12-01_kosmischer_auspuff-5 12-01_kosmischer_auspuff-7Fotos: Jens Küsters

zusammen mit Andreas Mayer
München 2012