stadtlabor bochum

urban research + live project
for Urbane Künste Ruhr

„Urbane Künste Ruhr ist eine Kunstorganisation in der Kulturmetropole Ruhr. Sie nimmt die einzigartige urbane Landschaft des Ruhrgebiets zum Anlass, gemeinsam mit Künstlern, Netzwerken und Kulturinstitutionen nach dem Kern des Urbanen zu suchen. Urbane Künste Ruhr entwickelt und realisiert Projekte, die den Begriff Kunst im öffentlichen Raum als tiefgreifende Gestaltung von Stadt neu definieren – immer vor Ort und gemeinsam mit den Menschen, die hier leben. Urbane Künste Ruhr wagt einen neuen Blick auf das Ruhrgebiet, auf Stadt an sich und auf die Möglichkeiten der Kunst.

Die mobilen Labore sind Forschungsabteilung und Plattform für experimentelle künstlerische urbane Forschung. Die Labore starten mit Recherchen von Künstlern, die den Zustand und den Wandel des urbanen Raums in der Kulturmetropole Ruhr untersuchen. Urbane Strukturen in ihren baulichen, sozialen, politischen und wirtschaftlichen Ausprägungen werden analysiert und am Ende der Recherchephasen in Projekte mit neuen Perspektiven für die Region übersetzt. Seit dem Frühjahr 2013 entstehen aus den Recherchen Kunst-Projekte im urbanen Raum, die sich prozesshaft bis Oktober 2014 fortentwickeln.“ (aus: Urbane Künste Ruhr – Kultur Ruhr Gmbh 2013)

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Was bedeutet Urbanität? Urbanität besteht und entsteht für uns aus folgenden Komponenten: Akteure (wer mischt mit in der Stadt?), Themen (um was geht’s?), Raum- (wo geht was?) und Materialressourcen (mit was wird gebaut?). Schlussendlich geht es uns darum, Szenarien als weitergedachte Themen zu entwickeln.

Durch mehrtägige Aufenthalte wird ein Kontakt zur Stadt und seinen Akteuren geschaffen. Über diese zum Teil sehr subjektiven Erlebnisse und Gespräche wird Tagebuch geführt. Diese Aufzeichnungen dienen uns als Ausgangsbasis für die Entwicklung von Szenarien, die dann wiederum mit den Akteuren rückgekoppelt werden um an weiter Informationen zu gelangen.

Diese fiktiven Szenarien sollen die Kontaktaufnahme mit potenziellen Partnern und Akteuren ermöglichen. Sie können verschiedene Formen annehmen und unterschiedliche Themen aufgreifen und dienen immer als Aufhänger und Werkzeug. Sie bilden die Arbeitsgrundlage für reale Aktivitäten und den Diskurs.

Die verhandelten Themen können sich zwischendurch, oder am Ende in Aktionen materialisieren.

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Förderturmszenario
Ein Förderturm soll in einer gemeinschaftlichen Performance gestürzt werden. Aus dem Material des gestürzten Turmes soll etwas Neues erschaffen und das Symbol der Arbeit in etwas Neues transformiert werden. Hierdurch soll der Strukturwandel in einem bildhaften Akt in einem haptisch-emotionalem Moment vollzogen werden.

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Die These „gemeinsam stürzen und transformieren“ wird in einer temporär errichteten Werkstatt in der Bochumer Innenstadt im Rahmen des N.A.T.U.R.-Festivals überprüft. Dort soll der Bochumer Hocker hergestellt werden. Die Stadtaktion dient als weiteres Werkzeug, um das Szenario des Förderturm-stürzens mit der Bevölkerung rückzukoppeln und weiter zu entwickeln.

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Team: Alper Kazokoglu, Alexander Koch
commissioned by Urbane Künste Ruhr
Bochum 2012–2013