Edition Flagranti

beds and sideboards for Akademie Schloss Solitude

OPEN FORM DOES NOT EXCLUDE THE ENERGY OF THE INHABITANTS‘ INITIATIVE; ON THE CONTRARY, IT DEEMS IT A CONSTRUCTIVE, ORGANICALLY INDISPENSIBLE ELEMENT. THIS FACT PLAYS A DECISIVE ROLE IN THE MIND OF THE INHABITANT AND IN PRODUCTIVITY.
(Open Form in Architecture – The Art of the Great Number OSKAR HANSEN)

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Für drei Residency-Studios der Akademie Schloss Solitude wurde eine Möbelserie entwickelt, die schnell und einfach von seinen Nutzern adaptiert und vereinnahmt werden kann.

Prinzip
Die Möbel aus dem Hause umschichten zitieren die eigens entwickelte Philosophie des Pre-cyclings, sowie bekannte Techniken des Re- und Upcyclings. Das Konzept basiert auf der Maxime von Buckminster Fuller, welche besagt, dass alles Gebaute in einem ewigen Fluss aus Vergehen und Entstehen begriffen werden sollte.

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Konstruktion
Sämtliche Bauteile der Möbelserie werden nur sanft verzurrt und verpresst – es wird nichts gespaxt, verleimt oder verklumpt. Somit sind alle Verbindungen wieder lösbar und die Materialien können unbeschadet weiter- und wiederverwertet werden. Einige Bauteile, wie Nachttische, Aussteifungselemente, oder Standfüße, sind gefundene und veredelte Ready-mades die in die Konstruktion integriert werden.

Materialität
Die Möbel sind variabel und jederzeit schnell und einfach zerlegbar, umkonfigurier- oder erweiterbar, da die einzelnen Bauteile prinzipiell je nach persönlichem Wunsch ersetzt und ausgetauscht werden können. Der gesamten Konstruktion liegen nur drei Maße zugrunde. Bett und Sideboard bestehen jeweils aus den gleichen vier Bauteilen: Kantholz lang, Kantholz kurz, Platte und Gurt. Weitere Varianten könnten also folglich aus unterschiedlichen Holzarten, Querschnitten, Plattenmaterialien und Oberflächen gefügt werden und somit noch collagen-artiger sein

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Team: Nedelcho Marev, Natalie Stricker, Hans Henrick Fricke
Stuttgart 2015