Café im Mousonturm

TANZTAGE

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Chto delat? Was gilt es zu tun? Der Mousonturm ist fertig, die Institution etabliert. Alles läuft nach Plan. Die Fluchtwege sind eingerichtet und der Brandschutz ist omnipräsent. Im Fahrstuhl stehen an jedem Etagenknopf die dort anzutreffenden Departments eingraviert in die Edelstahlplatte. Die Notpflaster und Aschenbecher begleiten uns beim Rundgang durch das Haus liebevoll und korrekt in regelmässigen Abständen an den Raumkanten – solide montiert. Bestelltes Mobiliar wird seriell auf allen Etagen verteilt. Maximale Beschilderung von der Kellertür bis zum kleinsten in der Wand verschwindenden Kabel verweist auf die vollständige Erfassung der baulichen Substanz, es gibt nichts mehr zu Erkunden, kein Geheimnis lauert um die Ecke, oder hinter einer mit Funk-Generalschlüssel verschlossenen Tür.

Welche Rolle spielt das Haus für das es umgebende Altersheim? Welche Rolle spielt es für das gentrifizierte Quartier? Wo ist der Eingang? Wo ist der Turm? Wer kennt dieses Haus? Sollen wir eine Kita reinmachen? Können wir vom Dach rutschen? Wie kommen wir aufs Dach? Wer schützt uns vor dem Brandschutz? Was kann uns ein temporärer Eingriff zeigen? Können wir ein Floß bauen und durch die Stadt bis zum Main ziehen? Müssen wir Maximum Service anrufen? Wie lange könnte eine begleitende Maßnahme dauern? Wieviele Aktionen können wir über diesen Zeitraum verteilt machen? Was kommt nach fertig? Was passiert in einer Stadt, in der alle Orte vergeben sind? Wo fängt das Marketing an und wo hört die Aktion auf?

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Team: Natalie Stricker
Frankfurt 2014